Homöopathie


Die Grundlagen der Homöopathie

In der Homöopathie gelten viele ganz eigene Regeln, die wichtigsten sind:

Die Ähnlichkeitsregel

Similia similibus curentur – Ähnliches solle durch Ähnliches behandelt werden. Die Ähnlichkeitsregel ist das Grundprinzip der Homöopathie. Nur das homöopathische Arzneimittel kann wirken, das in einer Prüfung am Gesunden, die Symptome hervorgerufen hat, an denen der Erkrankte leidet. Kaffee kann das Mittel gegen Schlaflosigkeit sein und die Zwiebel als homöopathische Arznei zubereitet, kann einen Schnupfen heilen, bei dem die Augen tränen und jucken und ein wässriges, wundmachendes Nasensekret entsteht und man einen ständigen Niesreiz hat. 

Termine

In einer homöopathischen Behandlung ist der erste Termin besonders wichtig und meistens auch zeitlich aufwendig. In meiner Praxis wird dafür gewöhnlich 1 Stunde angesetzt. Dieser ist oft nicht direkt zu bekommen. Es bestehen dafür Wartezeiten. Kürzere Termine mit Vorbesprechung des Anliegens sind kurzfristig möglich.

Vorläufer der Ähnlichkeitsregel

Dass Heilung gewissen Gesetzen gehorcht, war schon im 10. Jh. v.Chr. indischen Weisen bekannt. Sie sagten, dass durch Anwendung von Ähnlichem eine Krankheit geheilt werden könne.

Altes Testament, 4. Moses 21,4-9: Schutz vor Schlangenbiss durch Anschauen einer aufgerichteten eisernen Schlange und ... Moses verreibt das Goldene Kalb und gibt es den Israeliten zu trinken.

Im antiken Griechenland wurde der Mythos vom König Telephos erzählt, welcher im Zweikampf durch den Speer des Achilles verwundet worden war. Nach dem Friedensschluss wollte die Wunde nicht heilen. Schliesslich konsultierte man das Orakel von Delphi und dieses sprach: WAS DIE WUNDE SCHLUG; WIRD SIE HEILEN. Die Priester entschieden, dass damit wahrscheinlich der Speer des Achilles gemeint sei. Achill überliess ihnen auch seinen Speer und nachdem man weiter beraten hatte, schabte man Rost in die Wunde und wirklich, diese heilte.

Die Arzneimittelprüfung

Um festzustellen, welche Beschwerden oder Krankheiten ein Mittel erzeugen und damit auch heilen kann, werden von gesunden Menschen homöopathische Arzneimittel eingenommen. Alle Symptome dieser so künstlich erzeugten Krankheit werden vom Prüfer notiert. Die Sammlung verschiedener Prüfungen ergeben eine umfassende Beschreibung der Wirkung des Mittels, dass sogenannte Arzneimittelbild.

Die homöopathische Erstanamnese – die Fallaufnahme

Eine homöopathische Fallaufnahme braucht Zeit. Genau müssen die aktuellen Beschwerden, die gesamte Persönlichkeit des Patienten, die früheren Krankheiten und die der Familie erfragt werden. Besonders aufschlussreich sind für den Therapeuten der Geistes- und Gemütszustand des Patienten, seine Ess-, Trink- und Schlafgewohnheiten.

Die individuelle Mittelwahl

Keine Krankheit gleicht einer anderen, deshalb wird in jedem Krankheitsfall das geeignete homöopathische Arzneimittel individuell für den Patienten gewählt. Ausschlaggebend sind die spezifischen Symptome und die Persönlichkeitsmerkmale des Erkrankten, die in der Erstanamnese erhoben werden. In der Regel wird nur ein homöopathisches Einzelmittel zu einer Zeit genommen.

Die homöopathischen Arzneimittel

Die typischen homöopathischen Arzneimittel sind die Globuli. Kleine Milchzuckerkügelchen, die mit dem jeweiligen Wirkstoff benetzt wurden. Es gibt homöopathische Mittel aber auch in flüssiger Form, als Tabletten und eher selten als Salben oder Injektionen

Empfindungsmethode

Auf der Basis der klassischen Homöopathie wende ich eine moderne Erweiterung der Methodik an: Die Empfindungsmethode nach Rajan Sankaran.

Andreas Holling - Arzt für Allgemeinmedizin - Homöopathie / Maximilianstr. 15a / 48147 Münster / Tel. 0251 68663433